Sagt Lila

von Chimo


Lila

 

mit
Elisabeth Hoppe, Konrad Singer
 

Regie Luzius Heydrich
Ausstattung Birgit Holzwarth
Dramaturgie Arved Schultze

 

Eine Koproduktion mit der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", BerlinMitte der Neunziger Jahre erhält der französische Verlag Plon zwei rote Schulhefte, wie es sie in jedem Supermarkt zu kaufen gibt – darauf kein Titel, nur das Pseudonym eines Autoren: Chimo. Der Autor wünscht, anonym zu bleiben. In den Heften ist eine Geschichte niedergeschrieben, die - so behauptet er - auf seinen persönlichen Erlebnissen in einer Pariser Vorstadt basiert: Sie handelt von seiner tragischen Liebe zu der sechzehnjährigen Französin Lila. Chimo ist nicht nur von Lilas Schönheit fasziniert, sondern auch von ihrer erotischen Tabulosigkeit und ihrem anarchischen Wesen, dass den tristen Alltag in den Banlieus aufrührt.

"Das Switchen zwischen der Überführung des Banlieue-Lebensgefühls in literarische Kunstfertigkeit und dem Hinabgesogenwerden in die dumpfe Paralyse der Vorstadtjugend, dieses Auseinanderklaffen zwischen Schreibmacht und Handlungsohnmacht gelingt Singer, der in dieser Saison vom Berliner Ensemble zum Theater Freiburg gewechselt ist, exzellent. Und wie Hoppe die Mittel der Pornographie so weit treibt, bis die Zartheit darin sichtbar wird, ist beeindruckend. Ein starkes Stück. Behutsam inszeniert und höchst intensiv gespielt." Badische Zeitung


"Die Freiburger Kammerbühne, auf der "Sagt Lila" am Freitag Premiere hatte, bildet einen kongenialen Rahmen für diese Geschichte.
Übereinandergestapelte Rollcontainer taugen als Hochhaus oder Liebesnest, und ab und zu darf Chimo mal ein Stück Tapete abreißen. Im Übrigen vertraut die Regie der Intensität des Spiels von Konrad Singer (Chimo) und Elisabeth Hoppe (Lila). Zu Recht. Faszinierend wie sie die zwei verschiedenen Ausbruchsversuche aus der Hoffnungslosigkeit verkörpern und begreifbar machen." www.nachtkritik.de

"Ein starker Abend." Kulturjoker

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